Die richtige Ernährung bei Krebs

Viele Krebskranke verlieren im Laufe der Behandlung an Gewicht. Das schwächt ihren Körper zusätzlich und macht sie unter anderem anfälliger für Infekte. Wichtig ist daher eine ausgewogene Ernährung

 

Vor dieser Diagnose fürchten sich viele: Krebs. Oft geht es dann mit einer Bestrahlung, einer Chemotherapie oder einer anderen Behandlung weiter. Einen Aspekt sollten Betroffene dabei ebenfalls nicht unterschätzen – die richtige Ernährung.

 

Netzwerk für Krebsberatung in Meißen - Onkolotse
Wenn die Diagnose Krebs heißt, wissen viele nicht, wie sie damit umgehen sollen.
Onkolotsen helfen Krebspatienten und ihre Angehörigen einen optimalen Weg durch die Behandlungs- und Versorgungsangebote zu finden.


Zeit:           Mittwoch, 04.04.2012, 14.30 Uh
Vortrag:      Ernährung bei Krebs, um die Wirksamkeit der Therapie zu verbessern,
                 im Anschluss Fragerunde und Terminvergabe
Ort:            Regenbogen-Apotheke Meißen, Brauhausstraße 12

Anmeldung: Tel: 03521/73 20 08


"Gerade bei einer Krebserkrankung ist es ganz wichtig, dass der Körper stark und fit bleibt", sagt Martin Strauch, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie in München. Gewichtsverlust sollte also vermieden oder herausgezögert werden. Wer an Krebs erkrankt ist, laufe oft Gefahr, dass der Körper mit der Zeit schwächer werde. "Das liegt an zwei Faktoren", erläutert der stellvertretende Vorsitzende der Gastro-Liga. Die fortschreitende Krebserkrankung schwächt die Abwehrkräfte, und die Therapie zehrt ebenfalls am Körper. Es sei daher wichtig, den Körper auch durch Nahrung fit zu halten
.

Was aber gehört zu einer guten Ernährung bei einer Krebserkrankung? Strauch empfiehlt als grundsätzliche Regel, das zu essen und zu trinken, worauf man Lust hat. Egal welches Essen: Es versorgt den Körper mit Energie –- und erzeugt gleichzeitig ein gutes Allgemeinbefinden und erhält die Lebensqualität. Raedsch ergänzt: "Man sollte sich hochkalorisch und ausgewogen ernähren." Die kalorienreiche Kost soll dem Körper helfen, durch die Therapie nicht allzu sehr an Gewicht zu verlieren. Und ausgewogen heißt, ausreichend Vitamine und Spurenelemente zu sich zu nehmen und zum Beispiel nicht zu viel Alkohol zu trinken.

Darüber hinaus gibt es Ansätze einer spezielleren Ernährung für Krebskranke. "Man kann mit Essen den Krebs nicht heilen", betont Gisela Krause-Fabricius aus Mühlheim, Ernährungswissenschaftlerin und Autorin des neuen Ratgebers "Wie ernähre ich mich bei Krebs?" der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Aber man kann dem Körper helfen, den Krebszellen quasi ein Schnippchen zu schlagen. Krebszellen verändern demnach den gesamten Stoffwechsel des Körpers und verbrauchen vor allem Zucker für ihre eigene Energiegewinnung. Fette verwerten sie dagegen nur geringfügig.

Krause-Fabricius Rat: "Möglichst viel Fett zu sich nehmen und wenig Zucker, dann haben es die Krebszellen schwer, die zu ihrem Wachstum nötige Energie zu bekommen. Außerdem benötigt der Stoffwechsel mehr Eiweiß als ein gesunder." Auf diese Weise könne man die Krebszellen zwar nicht aushungern, stabilisiere oder verbessere aber die Körperkraft. Dabei sei es wichtig, auf die richtigen Fette zu achten – zum Beispiel Fisch, Leinöl, aber auch Butter und Sahne. Speisen aus hellen Mehlen oder Süßigkeiten gilt es eher zu meiden. Das heißt aber natürlich nicht, dass man nicht auch mal ein Stück Kuchen essen darf.


Andere Experten bestätigen diese Ernährungsansätze. "Es gibt tatsächlich Studien, wonach fettreiche und kohlenhydratarme Kost für Krebskranke besser ist als normale Ernährung", erklärt Strauch. Immerhin blieben dem Körper so länger Muskelmasse und Gewicht erhalten. Das schätzt Raedsch ähnlich ein: "Diese Ernährung hat einen wissenschaftlich begründeten Hintergrund." Betroffene sollten sich daher mit dem Thema auseinandersetzen und ihren Arzt oder Therapeuten darauf ansprechen, wenn sie das nicht von sich aus tun.


Wer unter Durchfall oder Erbrechen leidet, sollte laut Strauch zum einen viel trinken, um verlorene Flüssigkeit und Salze zu ersetzen. Außerdem sollte man alles meiden, was den Magen reizt. Dazu gehören saure und fette Speisen, Kaffee und Alkohol. Krause-Fabricius ergänzt: "Man kann ausprobieren, ob man bestimmte Nahrungsmittel in einer anderen Form besser verträgt". Klappt es zum Beispiel mit frischem Obst nicht so gut, können Kompott oder Smoothies besser sein. Wenn rohe Salate und Gemüse zu Durchfall führen, sind möglicherweise gedünstete Speisen verträglicher.

 

Den gesamten Artikel können Sie nachlesen unter:

http://www.apotheken-umschau.de/Krebs/Die-richtige-Ernaehrung-bei-Krebs-152401.html

 

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